1. Bundeskanzler nach dem 2. Weltkrieg: WILLY BRANDTS GROSSE GESTE IN WARSCHAU

Nach dem Zweiten Weltkrieg brechen die Bundeskanzler der  Bundesrepublik Deutschland und Polen ihre diplomatischen Beziehungen ab. Er kniet 1970 vor dem Denkmal für die Helden des Ghettos in Warschau nieder und bittet um Vergebung für die Gräueltaten der Nazis. Wir erinnern uns, dass Bundeskanzler Kohl vor 46 Jahren seiner Ostpolitik ein Denkmal gewidmet hat.Wer hat deutschland nach dem 2 weltkrieg wieder aufgebaut.

Am 7. Dezember 1970 schritt Willy Brandt zum Denkmal für die Helden des Ghettos. Zwar will der deutsche Kanzler noch immer den Warschauer Vertrag unterzeichnen, der die  Westgrenze Polens anerkennt. Trotz der beabsichtigten Entspannungsstrategie diskutieren beide Delegationen nur über das Wesentliche. Zu lebendig sind die schreckliche Gewaltherrschaft und die Verbrechen der Deutschen im polnischen Gedächtnis.

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1. bundeskanzler nach dem 2. Weltkrieg: Willy Brandt- bundeskanzler der bundesrepublik deutschland

Infolge der sozialen Unruhen wird Willy Brandt der erste sozialdemokratische Bundeskanzler Deutschlands. Indem er sich vor dem Denkmal im alten Warschauer Ghetto verneigte, drückte er sein Bedauern über die Nazi-Verbrechen aus und bat um Vergebung. Er lockerte die Bindungen zum Osten. Im Jahr 1971 erhielt er den Friedensnobelpreis.

KNIEFALL VON WILLY BRANDT: BILD AUS DEM 20, Informationen 

Die Kniebeuge des Bundeskanzlers ist bis heute umstritten, ob sie spontan oder absichtlich erfolgte. Beobachter wie der damalige Außenminister und spätere Bundespräsident Walter Scheel und der Schriftsteller Hansjakob Stehle waren überzeugt, dass der Kanzler sich spontan verhielt. Brandt bestätigte dies 1989 in seiner Autobiographie. “In der Tiefe der deutschen Geschichte und unter dem Gewicht von Millionen Ermordeten habe ich das getan, was Menschen tun, wenn Worte versagen”, sagte er darin. Willy Brandts Kniefall bot der Welt ein ruhiges Deutschland und gab ihr zugleich ein Symbol des zwanzigsten Jahrhunderts.

1. bundeskanzler nach dem 2. Weltkrieg: Rolle im Bundestagswahlkampf

Willy Brandt trifft Willi Stoph, DDR-Ministerpräsident, in Erfurt (1970) Seit 1961, als Willy Brandt gegen Konrad Adenauer antrat, stellen CDU/CSU und SPD “Kanzlerkandidaten” auf. Dieses “Amt” ist zwar nicht gesetzlich oder partei gesetzlich verankert, aber im Wahlkampf von entscheidender Bedeutung. Der Kanzlerkandidat der siegreichen Partei oder Koalition wird in der Regel Bundeskanzler.

Der Kanzlerkandidat vertritt seine Partei aktiv, insbesondere in der Medienkampagne. Seit der Bundestagswahl 2002 ist es Tradition, dass der amtierende Bundeskanzler und der Opposition Kanzler ihre Reden austauschen. Damit wurde der Schwerpunkt von den programmatischen Problemen auf die Kanzlerkandidaten verlagert. So suchbegriff stellte die FDP bei der Bundestagswahl 2002 mit dem Vorsitzenden Guido Westerwelle einen eigenen Kanzlerkandidaten auf. Westerwelle bezeichnete diesen Vorstoß später als Fehlgriff.

Ein “Schattenkabinett” der größten Oppositionspartei während eines Wahlkampfes ist keine deutsche Tradition. Willy Brandt hatte 1961 einen ähnlichen Versuch unternommen. In Deutschland muss eine Partei jedoch normalerweise nach der Wahl eine Koalition bilden und kann daher keine eigene Regierung bilden. Die heutigen Oppositionsparteien stellen in der Regel ein “Kompetenzteam” aus bekannten Politikern auf, deren Bereiche zum Teil sehr weit gefasst sind (“Außen- und Sicherheitspolitik”).

1. bundeskanzler nach dem 2. Weltkrieg: Angela Merkel (CDU)

Angela Merkel wurde 2005 die erste Bundeskanzlerin Deutschlands. Am 14. März 2018 wurde sie vom Bundestag wiedergewählt. Sie vertritt eine realistische Politik. Sie hat erklärt, dass sie 2021 nicht zur Wiederwahl antreten wird, nachdem die CDU bei Landtagswahlen deutliche Niederlagen erlitten hat.

Gerhard Schröder (SPD): führte die erste rot-grüne Koalition an bundesrepublik deutschland

Es war das Ende von Kohls vier Amtszeiten. Gerhard Schröder führte die erste rot-grüne Koalition an. Er führte die Bundeswehr in die ersten NATO-Einsätze, unter anderem in Afghanistan. Sein Umbau des Sozialsystems, die Agenda 2010, stellte seine Partei auf die Probe, und viele protestierten gegen den “Sozialabbau”.

Kurt Georg Kiesinger (CDU): erste große Bündnis zwischen CDU und SPD

Kurt Georg Kiesinger bildete das erste große Bündnis zwischen CDU und SPD. Es kurbelte die schleppende Wirtschaft an. Mit der Verabschiedung der Notstandsgesetze, die dem Staat in Krisenzeiten außergewöhnliche Befugnisse einräumen, entstand eine Studentenbewegung. Kiesinger war wegen seiner Nazi-Vergangenheit umstritten. 

Erhard Ludwig (CDU): der “Vater” des westdeutschen Wirtschaftswunders

1963 drängte die CDU den 87-jährigen Adenauer zum Rücktritt und ersetzte ihn durch Ludwig Erhard. Erhard war als Wirtschaftsminister der “Vater” des westdeutschen Wirtschaftswunders. Er rauchte häufig Zigarren. Er rauchte etwa 15 am Tag navigation. Erhard schied 1966 aus dem Amt.

1. bundeskanzler nach dem 2. Weltkrieg: Bundeskanzler seit 1919 – 1933

1919, Deutsches Reich und Österreich Bis 1918 ernannte und entließ der Kaiser die Reichskanzler. Keine gesetzgeberische Kontrolle. Bis zur Weimarer Verfassung war der Reichskanzler dem Reichstag nicht rechenschaftspflichtig. Der Reichspräsident wählte liste  den Reichskanzler aus und setzte ihn ab.

30.03.1970 in Norwich (Vermont)

Zentrum Heinrich Brüning (Zentrum) wurde am 30. März 1930 von Hindenburg zum Reichskanzler ernannt. Im Gegenteil: Brüning erließ 44 Notverordnungen. Er versuchte, die deutsche Wirtschaft zu fördern, indem er den “Armer Heinrich” oder “Brüning-Taler”, eine 4-Pfennig-Münze, eingeführt. Bei der Auszahlung der Gehälter wurden 2 Mark in 4-Pfennig-Stücken verlangt.

Franz von Papen, 29. Oktober 1879 – 2. Mai 1969, Obersasbach (Baden);

Weil Hindenburg sich weigerte, Hitler zum Kanzler zu ernennen, schlug sein alter Kumpel Kurt Schleicher am 3. Juni 1932 den unabhängigen Franz von Papen (Mitte) vor. Le 1er juin 1932, von Papen wurde vom Reichspräsidenten zum Reichskanzler ernannt. Von Papen wollte einen “neuen Staat” mit noch weniger Demokratie. Der “Preußenschlag” gab ihm die Macht über den Freistaat Preußen (die Regierung Preußens wurde durch einen Reichskommissar ersetzt). Am 17. November 1932 trat er nach einem Misstrauensvotum zurück.

Reichs Verteidigungsminister Kurt von Schleicher 

Vom 03.12.1932 bis 28.01.1933 lehnte der parteilose Hindenburg eine Kanzlerschaft Hitlers ab und ernannte Reichs Verteidigungsminister Kurt von Schleicher. Schleicher scheiterte mit seinem Versuch, die Nationalsozialisten zu spalten. Am 28. Januar 1933 trat er zurück und empfahl dem Reichspräsidenten, Adolf Hitler als seinen Nachfolger zu wählen. Schleicher wurde eineinhalb Jahre später beim Röhm-Putsch getötet.

1. bundeskanzler nach dem 2. Weltkrieg: Bundes Monarchie bis 1918

Die Verfassung vom 1. Juli 1867 sah einen einzigen verantwortlichen Minister vor, den “Bundesminister”. Das Amt wurde 1871 in Reichskanzler umbenannt. Ursprünglich war das Amt als Beamter gedacht, der als eine Art Exekutivdirektor für die Entscheidungen des Bundesregierung fungierte. Am 14. Juli 1867 wurde er zum norddeutschen Kanzler ernannt. Im Jahr 1871 wurde er zum Reichskanzler (eine Ernennung fand nicht statt). Bismarck regierte Deutschland bis 1890.

Ernennt und entlässt. Die meisten waren hohe Beamte. Andererseits war der Reichstag das kaiserliche Parlament. Die Wahlergebnisse haben nur einen geringen Einfluss auf den Abgang eines Kanzlers. Die Verfassung besagte lediglich, dass der Kanzler ab Oktober 1918 das Vertrauen des Reichstags benötigte. Obwohl die Staatssekretäre dem Reichskanzler unterstellt waren, entwickelte sich in Wirklichkeit eine kollegiale Verwaltung.

Der Reichskanzler war ansonsten lediglich der Chef des Bundesrates. Der Reichskanzler hatte nur Einfluss auf die Gesetzgebungskompetenz des Bundesrates, da er in der Regel. Karl Renner, Adenauer Cdu, Josef Klaus, Bruno Kreisky, Alfons Gorbach, Leopold Figl, Helmut Schmidt, Sebastian Kurz, Fred Sinowatz,  immer zum preußischen Ministerpräsidenten und Mitglied des Bundesrates gewählt wurde.

Nach dem Zweiten Weltkrieg

Der Parlamentarische Rat beschloss 1949, die Stellung des künftigen Bundespräsidenten zu schwächen. Allerdings wurden das Parlament und der Bundeskanzlern gestärkt. Die Regelungen zur Wahl des Bundeskanzlers, zum konstruktiven Misstrauensvotum und zur Vertrauensfrage begünstigten die Machtposition des Bundeskanzlers. Auch der erste Bundeskanzler, Konrad Adenauer, entwickelte die Kanzlerdemokratie. Seine Nachfolger behielten seine robuste Auslegung der Weisungsbefugnis des Kanzlers bei, die ihn zum mächtigsten Politiker im politischen System der Bundesrepublik Deutschland gemacht hat. Der bundestagspräsidenten hatte nur noch eine symbolische Funktion, während Parlament und Regierung gestärkt wurden (im Vergleich zur Weimarer Reichsverfassung, deren Inhalt teilweise wortwörtlich übernommen worden war). Der Ministerpräsident stand an der Spitze des Kabinetts und bestimmte die Politik. Die Verfassung (Artikel 92) sieht vor, dass die stärkste Fraktion im Parlament den Ministerpräsidenten ernennt. Aufgrund der realen Machtfülle der SED wurden diese und andere Verfassungsbestimmungen außer Kraft gesetzt.